7 Tipps um einer Kolik vorzubeugen

Haflinger auf der Weide

Die Kolik zählt, symptomatisch für Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts eines Pferdes, zu den häufigsten Todesursachen und setzt schnelles Handeln voraus.

Die Ursachen für eine Kolik sind vielseitig und reichen von Verdauungsbeschwerden wie Verstopfung, Blähungen oder Krämpfen bis hin zum lebensgefährlichen Darmverschluss. Doch auch Parasiten, Thrombosen, Wetterwechsel oder eine primäre Magenüberladung (Pferd hat zuviel gärendes oder quellendes Futter gefressen) bzw. sekundäre Magenüberladung (bei einem Darmverschluss stauen sich bspw. Futterreste und Sekrete aus dem Dünndarm in den Magen zurück) können zu einer Kolik führen.

Es gibt jedoch ein paar Dinge, die ihr tun könnt um das Kolikrisiko zu reduzieren und somit der Entstehung einer Kolik vorzubeugen.

1.  Ausreichend Raufutter füttern

Pferde sind Steppentiere und legen in freier Natur oftmals viele Kilometer auf der Suche nach Nahrung und Wasser zurück. Dabei nehmen sie ständig Nahrung auf. Folglich ist das komplexe Verdauungssystem der Pferde auf unentwegte Nahrungsaufnahme in Form kleiner Nahrungsmengen, z.B. Raufutter, ausgelegt. Bekommen Pferde zu große Portionen auf einmal gefüttert oder müssen eine zu lange Fresspause einlegen, sind häufig Koliken und Magengeschwüre die Folge.

Statt wenigen großen Portionen sollten den Pferden besser viele kleine Portionen über den Tag verteilt gefüttert werden, während Raufutter wie Heu ständig zur Verfügung stehen sollte.

2.  Futterkrippe & Futter auf Fremdkörper kontrollieren

Beim Füttern sollte vermieden werden, dass die Pferde zuviel Sand und Dreck über die Nahrung aufnehmen. Fremdkörper können zu Verletzungen im Magen-Darm-Trakt führen und in gefährlichen Darmverschlingungen resultieren.
Daher sollte das Futter erhöht und nicht direkt vom Boden gefüttert werden – die natürliche Kopf-unten-Haltung beim Fressen sollte aber weiterhin gewährleistet sein.

3. Tränke kontrollieren

Sauberes und frisches Wasser sollte eurem Pferd stets zur Verfügung stehen. Muss ein Pferd ohne Wasser auskommen, bekommt es innerhalb von Stunden eine schwere Kolik. Die Tränke sollte mindestens einmal täglich kontrolliert werden.

4.  Für ausreichend Bewegung sorgen

Sorgt dafür, dass euer Pferd regelmäßig bewegt wird und stellt sicher, dass es so oft wie möglich, besser noch kontinuierlich, Weide- oder Koppelgang hat. Auch hier muss das Pferd stets Zugang zu Heu haben.

5.  Abrupte Futterumstellungen vermeiden

Jede Art der Fütterungsumstellung oder auch Änderungen der Trainingsintensität müssen langsam und behutsam erfolgen. Das umfasst auch das Anweiden vor der Weidezeit.

6.  Slow-Feeder verwenden

Heunetze, Fressbremsen oder auch ein Heutrog mit Raufgitter sorgen dafür, dass eure Pferde langsamer fressen. Besonders engmaschige Heunetze verlängern die Fresszeiten für eine gesunde und pferdegerechte Nahrungsaufnahme.

7. Unnötigen Stress vermeiden

Stallwechsel, Turnierstress oder auch plötzliche Wetterwechsel zählen zu den Ursachen, die eine stressbedingte Krampfkolik auslösen können.

 

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Geschrieben von Evi

Evi ist unser Cowgirl im Blogger-Team. Sie liebt den Western-Lifestyle nicht nur - sie lebt ihn auch! Evi betreibt eine kleine Quarterzucht und kennt sich sowohl mit Aufzucht, Jungpferden und allen Themen rund um Pferdehaltung hervorragend aus. Seit 2014 ist sie als Veranstaltungskauffrau in unserer Eventabteilung tätig und bildet nebenbei Westernpferde aus. Viele wertvolle Tipps u.a. zu Bodenarbeit, Parelli, Join Up und auch Geitners Dualaktivierung gibt sie euch in unserem Blog.

2 Gedanken zu „7 Tipps um einer Kolik vorzubeugen

  1. mein pferd habe ich seit dem 31.10.2017 es wird seit ein paar tagen immer nass am ganzen körper das fell ist nass was könnte es sein ist da eine krankheit dahinter oder was hat es.

    Mit frdl. Gruß Frau Schwarze

  2. Hallo Juliane,

    Schwitzen kann unterschiedliche Ursachen haben. Wir empfehlen, im Zweifelsfall immer den Tierarzt zu kontaktieren, um Erkrankungen ausschließen zu können bzw. diese rechtzeitig behandeln zu können.

    Viele Grüße,

    Evi

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