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Ausbildung Reiten

Hufige Sitzfehler und wie man sie vermeiden kann

Ein guter Sitz ist die Grundlage fr feines Reiten. Jule gibt euch einige praktische Tipps, wie man Sitzfehler korrigieren kann, die sich im Laufe der Zeit gerne bei Reitern einschleichen.

Als Reitanfnger arbeitet man stndig an seinem Sitz – zuerst natrlich an der Longe. Doch vor allem auch fortgeschrittene Reiter sollten ihren Sitz regelmig an der Sitzlonge korrigieren lassen. Schleicht sich nmlich einmal ein Sitzfehler ein, wird man diesen in der Regel so schnell nicht wieder los, vor allem wenn man wenig oder gar keinen Unterricht mehr nimmt und auf sich alleine gestellt ist.

Schon zu Beginn meiner Reiterkarriere trichterte mir meine damalige Reitlehrerin ein, dass ein guter Sitz die Grundlage fr gutes Reiten ist – denn nur wer korrekt und ausbalanciert im Sattel sitzt, kann przise Hilfen geben und den Bewegungen des Pferdes folgen, ohne es zu stren. Der richtige Sitz ist damit unerlsslich fr feines Reiten – und das nicht nur beim Dressurreiten, sondern in allen Reitweisen und Disziplinen.

DER RICHTIGE SITZ

Bevor wir Fehler korrigieren knnen, mssen wir zunchst wissen, wie der richtige Sitz im Idealfall aussehen sollte:

  • Der Reiter sitzt gerade und aufrecht im tiefsten Punkt des Sattels, das Gewicht gleichmig auf beide Gesknochen verteilt
  • Der Blick wird nach vorne gerichtet – dorthin, wo man hinreiten mchte, nicht aufs Pferd!
  • Die Hnde folgen locker der Bewegung des Pferdekopfes
  • Schulter, Hfte und Absatz bilden von der Seite gesehen eine gerade Linie
  • Die Fe werden aus der Hfte heraus leicht nach innen gedreht, sodass die Waden mit der Innenseite am Pferd anliegen
  • Fe und Knie zeigen gerade nach vorne (und bleiben dabei locker)
  • Der Absatz bildet den tiefsten Punkt und federt locker nach unten

 

Dabei drfen wir jedoch nicht vergessen, dass es sich hierbei um ein Idealbild handelt und es von unseren individuellen krperlichen Gegebenheiten und Einschrnkungen abhngt, wie wir im Sattel sitzen und wie nahe wir dabei diesem Ideal kommen. Wer sich in eine bestimmte Form zwingen lsst, verspannt sich nur und kann nicht mehr locker auf dem Pferd sitzen, was natrlich wieder kontraproduktiv ist.

DIE HUFIGSTEN SITZFEHLER

Hngender Kopf

Ich, und viele andere Reiter bestimmt auch, haben die Angewohnheit, nicht mit geradem Blick zwischen den Pferdeohren durchzuschauen, sondern auf den Mhnenkamm des Pferdes oder die eigenen Hnde. Zum einen bekommt man dabei weniger von seiner Umgebung mit; zum anderen fhrt ein hngender Kopf zu schlechten Haltung mit zusammengesunkenen Schultern.

Tipp: Mir hat es zum Beispiel sehr geholfen, mir vorzustellen, dass ich wie eine Marionette an Fden hnge. Dabei stelle ich mir vor, dass der an meinem Kopf befestigte Faden nach oben gezogen wird – und schwuppdiwupp, schon sitze ich viel aufrechter.

Falsche Handhaltung

Die falsche Handhaltung, zum Beispiel durch eingedrehte oder verdeckte Fuste, fhrt schnell dazu, dass man durch die versteiften Handgelenke nicht mehr in der Lage ist, sanfte und przise Zgelhilfen zu geben.

Tipp: Meine Reitlehrerin gab mir einmal den Tipp, mit Wasser gefllte Tassen in die Hnde zu nehmen – zusammen mit den Zgeln. Beginnt man dann nmlich, die Hnde schief zu halten, kippt man sich das Wasser ber und wird so ganz schnell dazu ermahnt, die Hnde gerade zu halten.

Eingeknickte Hfte

Viele Reiter neigen dazu, in der Hfte einzuknicken. Dabei wird ein Sitzbeinhcker strker belastet als der andere – der Reiter sitzt schief und nicht mehr im Schwerpunkt und hat Schwierigkeiten damit, korrekt mit seinem Gewicht auf das Pferd einzuwirken.

Tipp: Wer dazu neigt, in der Hfte einzuknicken, sollte sich einmal ohne Sattel auf dem Pferd fhren lassen und dabei die Hnde unter die Sitzbeinhcker zu legen. So sprt man schnell, wenn eine Seite strker belastet wird als die andere. Dieselbe bung lsst sich auch mit Jonglierbllen durchfhren, allerdings bitte nur mit Sattel!

Spalt- und Stuhlsitz

Beim Spaltsitz kippt der Reiter mit dem Oberkrper nach vorne, whrend das Hauptgewicht vorwiegend auf den Oberschenkeln lastet. Oft fllt er dabei ins Hohlkreuz und kann wegen des instabilen Sitzes nicht locker und ausbalanciert im Sattel sitzen.

Sitzt der Reiter zu tief im Sattel und rutscht dabei mit den Unterschenkeln nach vorne, fllt er in den so genannten Stuhlsitz.

Tipp: Einige Stunden an der Sitzlonge knnen Wunder bewirken ? oder zumindest fr eine Besserung sorgen, da man sich in Ruhe auf seinen Sitz konzentrieren und Fehler korrigieren lassen kann. Mit der Zeit bekommt man dann automatisch ein Gefhl fr den richtigen Sitz.

Hochgezogene Abstze

Die Abstze sollen den tiefsten Punkt des Reiters bilden und dabei locker nach unten federn. Oftmals fhrt eine verkrzte Wadenmuskulatur dazu, dass man beim Reiten zu hochgezogenen Abstzen neigt, oder man hat sich angewhnt, mit dem Absatz zu treiben. Przise Schenkelhilfen zu geben ist so jedoch nicht mglich.

Tipp: Dehnbungen vor dem Reiten sowie die korrekte Bgellnge helfen dabei, die Fe in die richtige Position zu bringen. Folgende bung knnt ihr gut in euren Alltag einbauen: Stellt euch mit den Fuballen auf eine Erhhung (zum Beispiel eine Treppenstufe) und lasst eure Abstze langsam nach unten sinken. In dieser Haltung verweilt ihr einige Sekunden, bis ihr ein Ziehen in den Waden sprt. Nach ein paar Sekunden wird die bung aufgelst und kann mehrmals wiederholt werden.

Nach auen gedrehte Fuspitzen

Dreht der Reiter die Fuspitzen nicht nach innen, sondern nach auen, ist ein guter Knieschluss nicht mglich. Das hat u.a. zur Folge, dass der Reiter weniger stabil im Sattel sitzt. Auerdem kann man sich mit den Rckseiten der Waden keine przisen Schenkelhilfen geben.

Tipp: Die Reiterbeine lassen sich mit einem kleinen Trick in die richtige Position bringen: Dazu „zieht“ man im Sattel sitzend von hinten/unten die Oberschenkelmuskulatur nach hinten, wodurch das Bein nun flacher am Sattel anliegt und die Knie und Fe automatisch in die richtige Position rutschen.

 

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Häufige Sitzfehler und wie man sie vermeiden kann – KRÄMER Reitsport Blog
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Hufige Sitzfehler und wie man sie vermeiden kann

Ein guter Sitz ist die Grundlage fr feines Reiten. Jule gibt euch einige praktische Tipps, wie man Sitzfehler korrigieren kann, die sich im Laufe der Zeit gerne bei Reitern einschleichen.

Als Reitanfnger arbeitet man stndig an seinem Sitz – zuerst natrlich an der Longe. Doch vor allem auch fortgeschrittene Reiter sollten ihren Sitz regelmig an der Sitzlonge korrigieren lassen. Schleicht sich nmlich einmal ein Sitzfehler ein, wird man diesen in der Regel so schnell nicht wieder los, vor allem wenn man wenig oder gar keinen Unterricht mehr nimmt und auf sich alleine gestellt ist.

Schon zu Beginn meiner Reiterkarriere trichterte mir meine damalige Reitlehrerin ein, dass ein guter Sitz die Grundlage fr gutes Reiten ist – denn nur wer korrekt und ausbalanciert im Sattel sitzt, kann przise Hilfen geben und den Bewegungen des Pferdes folgen, ohne es zu stren. Der richtige Sitz ist damit unerlsslich fr feines Reiten – und das nicht nur beim Dressurreiten, sondern in allen Reitweisen und Disziplinen.

DER RICHTIGE SITZ

Bevor wir Fehler korrigieren knnen, mssen wir zunchst wissen, wie der richtige Sitz im Idealfall aussehen sollte:

  • Der Reiter sitzt gerade und aufrecht im tiefsten Punkt des Sattels, das Gewicht gleichmig auf beide Gesknochen verteilt
  • Der Blick wird nach vorne gerichtet – dorthin, wo man hinreiten mchte, nicht aufs Pferd!
  • Die Hnde folgen locker der Bewegung des Pferdekopfes
  • Schulter, Hfte und Absatz bilden von der Seite gesehen eine gerade Linie
  • Die Fe werden aus der Hfte heraus leicht nach innen gedreht, sodass die Waden mit der Innenseite am Pferd anliegen
  • Fe und Knie zeigen gerade nach vorne (und bleiben dabei locker)
  • Der Absatz bildet den tiefsten Punkt und federt locker nach unten

 

Dabei drfen wir jedoch nicht vergessen, dass es sich hierbei um ein Idealbild handelt und es von unseren individuellen krperlichen Gegebenheiten und Einschrnkungen abhngt, wie wir im Sattel sitzen und wie nahe wir dabei diesem Ideal kommen. Wer sich in eine bestimmte Form zwingen lsst, verspannt sich nur und kann nicht mehr locker auf dem Pferd sitzen, was natrlich wieder kontraproduktiv ist.

DIE HUFIGSTEN SITZFEHLER

Hngender Kopf

Ich, und viele andere Reiter bestimmt auch, haben die Angewohnheit, nicht mit geradem Blick zwischen den Pferdeohren durchzuschauen, sondern auf den Mhnenkamm des Pferdes oder die eigenen Hnde. Zum einen bekommt man dabei weniger von seiner Umgebung mit; zum anderen fhrt ein hngender Kopf zu schlechten Haltung mit zusammengesunkenen Schultern.

Tipp: Mir hat es zum Beispiel sehr geholfen, mir vorzustellen, dass ich wie eine Marionette an Fden hnge. Dabei stelle ich mir vor, dass der an meinem Kopf befestigte Faden nach oben gezogen wird – und schwuppdiwupp, schon sitze ich viel aufrechter.

Falsche Handhaltung

Die falsche Handhaltung, zum Beispiel durch eingedrehte oder verdeckte Fuste, fhrt schnell dazu, dass man durch die versteiften Handgelenke nicht mehr in der Lage ist, sanfte und przise Zgelhilfen zu geben.

Tipp: Meine Reitlehrerin gab mir einmal den Tipp, mit Wasser gefllte Tassen in die Hnde zu nehmen – zusammen mit den Zgeln. Beginnt man dann nmlich, die Hnde schief zu halten, kippt man sich das Wasser ber und wird so ganz schnell dazu ermahnt, die Hnde gerade zu halten.

Eingeknickte Hfte

Viele Reiter neigen dazu, in der Hfte einzuknicken. Dabei wird ein Sitzbeinhcker strker belastet als der andere – der Reiter sitzt schief und nicht mehr im Schwerpunkt und hat Schwierigkeiten damit, korrekt mit seinem Gewicht auf das Pferd einzuwirken.

Tipp: Wer dazu neigt, in der Hfte einzuknicken, sollte sich einmal ohne Sattel auf dem Pferd fhren lassen und dabei die Hnde unter die Sitzbeinhcker zu legen. So sprt man schnell, wenn eine Seite strker belastet wird als die andere. Dieselbe bung lsst sich auch mit Jonglierbllen durchfhren, allerdings bitte nur mit Sattel!

Spalt- und Stuhlsitz

Beim Spaltsitz kippt der Reiter mit dem Oberkrper nach vorne, whrend das Hauptgewicht vorwiegend auf den Oberschenkeln lastet. Oft fllt er dabei ins Hohlkreuz und kann wegen des instabilen Sitzes nicht locker und ausbalanciert im Sattel sitzen.

Sitzt der Reiter zu tief im Sattel und rutscht dabei mit den Unterschenkeln nach vorne, fllt er in den so genannten Stuhlsitz.

Tipp: Einige Stunden an der Sitzlonge knnen Wunder bewirken ? oder zumindest fr eine Besserung sorgen, da man sich in Ruhe auf seinen Sitz konzentrieren und Fehler korrigieren lassen kann. Mit der Zeit bekommt man dann automatisch ein Gefhl fr den richtigen Sitz.

Hochgezogene Abstze

Die Abstze sollen den tiefsten Punkt des Reiters bilden und dabei locker nach unten federn. Oftmals fhrt eine verkrzte Wadenmuskulatur dazu, dass man beim Reiten zu hochgezogenen Abstzen neigt, oder man hat sich angewhnt, mit dem Absatz zu treiben. Przise Schenkelhilfen zu geben ist so jedoch nicht mglich.

Tipp: Dehnbungen vor dem Reiten sowie die korrekte Bgellnge helfen dabei, die Fe in die richtige Position zu bringen. Folgende bung knnt ihr gut in euren Alltag einbauen: Stellt euch mit den Fuballen auf eine Erhhung (zum Beispiel eine Treppenstufe) und lasst eure Abstze langsam nach unten sinken. In dieser Haltung verweilt ihr einige Sekunden, bis ihr ein Ziehen in den Waden sprt. Nach ein paar Sekunden wird die bung aufgelst und kann mehrmals wiederholt werden.

Nach auen gedrehte Fuspitzen

Dreht der Reiter die Fuspitzen nicht nach innen, sondern nach auen, ist ein guter Knieschluss nicht mglich. Das hat u.a. zur Folge, dass der Reiter weniger stabil im Sattel sitzt. Auerdem kann man sich mit den Rckseiten der Waden keine przisen Schenkelhilfen geben.

Tipp: Die Reiterbeine lassen sich mit einem kleinen Trick in die richtige Position bringen: Dazu „zieht“ man im Sattel sitzend von hinten/unten die Oberschenkelmuskulatur nach hinten, wodurch das Bein nun flacher am Sattel anliegt und die Knie und Fe automatisch in die richtige Position rutschen.

 

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