Natur pur – die Top 5 der pflanzlichen Gesundheitsbooster

Hagebutte

Pflanzliche Heilmittel liegen im Trend. Auch Pferdebesitzer greifen gerne auf natürliche Helfer zurück. Die Pflanzenheilkunde ist in allen Kulturkreisen vertreten und hat sich schon seit Jahrtausenden bei Mensch und Tier bewährt. Ich stelle euch heute die Top 5 der natürlichen Gesundheitsbooster vor! 

1. Hagebutte

Original Landmühle Hagebutten
Die Hagebutten können getrocknet oder frisch von der Hecke verfüttert werden.

Die Hagebutte ist die Frucht diverser Rosenarten. Wenn die Hagebutten im Herbst reif sind, können die Früchte auf unterschiedliche Art und Weise verarbeitet werden. Egal ob roh, gekocht oder getrocknet, die Hagebutte ist für Mensch und Pferd genießbar.

Anwendungsgebiete: Da Hagebutten einen sehr hohen Vitamin-C-Gehalt haben, sind die roten Superfrüchte ideal, um das Immunsystem zu stärken. Daher eignen sie sich bei älteren Pferden und bei Vierbeinern, die durch eine Erkrankung geschwächt sind oder sich von einer Krankheit erholen.

Fütterung: Hagebutten gibt es für Pferde meist in getrockneter Form, sie schmecken aber auch frisch von der Hecke. Bei einem 600 kg schweren Pferd ist eine tägliche Menge von bis zu 40 g (ca. eine Handvoll) völlig in Ordnung. Außerdem eignen sie sich perfekt als gesunde Alternative zu Leckerli.

2. Propolis

SHOWMASTER Propolis Balsam
Propolis wird in Bienenstöcken als „Desinfektionsmittel“ verwendet. Auch auf der Pferdehaut zeigt Propolis seine antibiotische Wirkung.

Propolis wird von Bienen hergestellt, um die Bienenstöcke zu „desinfizieren“ und das Bienenvolk vor Bakterien, Pilzen etc. zu schützen.

Anwendungsgebiete: Propolis zeigt nicht nur im Bienenstock eine desinfizierende Wirkung. Auch bei Mensch und Pferd wirkt sich das Bienenharz antiviral, antimykotisch und antibiotisch aus. Daher wird es auch oft zur Wundversorgung und zur Pflege angegriffener oder trockener Haut verwendet. Auch der unangenehme Juckreiz nach Mückenstichen wird mit Propolis erträglicher.

Anwendung: Propolis-Balsam wird dünn auf die Haut aufgetragen.

3. Teufelskralle

Die Teufelskralle stammt ursprünglich aus dem Süden Afrikas. Als Heilpflanze für Menschen hat sie sich schon längst etabliert. Die Pflanze wächst am Boden und entwickelt Triebe, die bis zu 2 Meter lang werden können.

Original Landmühle Teufelskralle
Teufelskralle hilft bei Problemen mit dem Bewegungsapparat.

Anwendungsgebiete: Was dem Menschen hilft, kann dem Pferd nicht schaden. Teufelskralle gilt als entzündungshemmend und schmerzstillend, weshalb sie bei Arthrose und anderen entzündlichen Erkrankungen des Bewegungsapparates Anwendung findet.

Fütterung: Die einfachste Darreichungsform für Pferde sind Pellets aus Teufelskralle. Bei einem 600 kg schweren Pferd wird eine tägliche Gabe von 20-25 g empfohlen.

Achtung! Bei Turnierpferden ist eine Karenzzeit von 2 Tagen zu beachten!

4. Lorbeer

Original Landmühle Lorbeersalbe
Die Kraft des Lorbeers kommt der Hufgesundheit zugute!

Lorbeer ist vielen Pferdebesitzern als Giftpflanze ein Begriff. Dabei handelt es sich um den sogenannten Kirschlorbeer, der in Form von Hecken als Zierde in vielen Gärten und Parkanlagen steht. Der Echte Lorbeer, der in unserer Küche auch als Gewürz Verwendung findet, ist dagegen nur in sehr großen Mengen für Pferde giftig.

Anwendungsgebiete: Der Echte Lorbeer ist eine Heilpflanze mit vielfältiger Wirkung. Bei Pferden wird er vorrangig zur Kronrand- und Hufpflege eingesetzt. Das Lorbeeröl pflegt den Huf nachhaltig und beugt somit auch Huferkrankungen vor. Lorbeer hat eine durchblutungsfördernde Wirkung, sodass auch das Hufwachstum gefördert wird. Was wenige wissen: Lorbeeröl ist auch zum Schutz gegen Insekten geeignet. Mücken und Fliegen mögen den Geruch der ätherischen Öle des Lorbeers nicht.

Anwendung: Lorbeer ist nur zur äußerlichen Anwendung am Pferd geeignet. Für die Hufpflege gibt es spezielle Hufsalben aus Lorbeeröl, die sparsam mit einem Hufpinsel auf Kronrand und Huf aufgetragen werden. Massiert man die Salbe zusätzlich sanft ein, können sich die Wirkstoffe noch besser entfalten.

5. Knoblauch

Original Landmühle Knoblauch
Nicht nur Vampire lassen sich mit Knoblauch verjagen! Natürliche Insektenabwehr klappt mit Knoblauch auch ganz gut!

Knoblauch hat garantiert jeder von uns in der Küche. Neben leckeren Gerichten, die man damit zubereiten kann, ist die Knolle auch als Heilpflanze sehr beliebt. Wir Menschen nehmen die berühmt-berüchtigte Knoblauchfahne eher als negativen Nebeneffekt nach einem knoblauchlastigen Essen wahr. Genau dieses Phänomen kann man sich bei unseren Vierbeinern vor allem im Sommer zu Nutze machen.

Anwendungsgebiete: In erster Linie wird Knoblauch bei Pferden zur Insektenabwehr angewandt. Füttert man regelmäßig Knoblauch zu, sorgen die „Ausdünstungen“ aus den Poren für einen natürlichen Fliegenschutz von innen. Denn auch Fliegen und andere Plagegeister verabscheuen den Geruch nach Knoblauch. Außerdem stärkt die Wunderknolle das Immunsystem unserer Vierbeiner und bekämpft Bakterien, Pilze und Viren.

Anwendung: Knoblauch kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden. Zur Insektenabwehr wird die Knolle meist getrocknet als Pulver oder Granulat zugefüttert. Ein Pferd, das 600 kg wiegt, sollte eine Tagesration von 25-50 g erhalten. Bei kleinen Blessuren oder Insektenstichen schneidet man eine frische Zehe auf und reibt die Stellen damit ein.

Bei ernsthaften Erkrankungen solltet ihr immer einen Tierarzt zu Rate ziehen. Die Anwendung von pflanzlichen Hilfsmitteln ist in der Regel unproblematisch, sollte aber dennoch mit dem behandelnden Tierarzt abgesprochen werden.

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Geschrieben von Evi

Evi ist unser Cowgirl im Blogger-Team. Sie liebt den Western-Lifestyle nicht nur - sie lebt ihn auch! Evi betreibt eine kleine Quarterzucht und kennt sich sowohl mit Aufzucht, Jungpferden und allen Themen rund um Pferdehaltung hervorragend aus. Seit 2014 ist sie als Veranstaltungskauffrau in unserer Eventabteilung tätig und bildet nebenbei Westernpferde aus. Viele wertvolle Tipps u.a. zu Bodenarbeit, Parelli, Join Up und auch Geitners Dualaktivierung gibt sie euch in unserem Blog.

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