4.7 / 5   8694 Shopbewertungen
Krämer Pferdesport

Ergänzungsfuttermittel

Futter für Pferde lässt sich in klassisches und funktionales Futter kategorisieren. Klassisches Pferdefutter umfasst Raufutter (wie Heu und Stroh), Kraftfutter, Gräser und Kräuter sowie Ergänzungsfuttermittel die einen konsequenten Leistungs- und Muskelaufbau, stabile Knochenstruktur und Nervenstärke unterstützen.

Funktionale Futtermittel werden unmittelbar vor oder nach der Trainingseinheit bzw. dem Turnier gegeben um den Muskel- und Bewegungsapparat des Pferdes ideal mit Nährstoffen zu versorgen.

Ergänzungsfuttermittel gibt es in Form von Pellets, Ölen, Pulver oder in flüssiger Konsistenz. Bei bedarfsgerechter Anwendung kann eine Nahrungsergänzung für Pferde Hilfe bei Atemwegsproblemen, geschwächtem Immunsystem, Leistungserhalt oder -aufbau, Verdauungsproblemen oder auch tragenden oder laktierenden Stuten bieten. Sie können aber auch zur Verbesserung der Leistung, des Mineral- und Vitaminhaushaltes, der Hufe, des Bewegungsapparats, der Nervenstärke und der Haut und Haarstruktur beitragen. Die im Ergänzungsfutter enthaltenen Nährstoffe beeinflussen den korrekten Ablauf der biochemischen Reaktionen im Pferdekörper.

Es muss darauf hingewiesen werden, dass Ergänzungsfuttermittel nicht ohne Grund gefüttert werden sollten. Bei Überdosierungen kann es zu schädlichen Überversorgungen kommen.


Warum kann Ergänzungsfutter für Pferde sinnvoll sein?

Zum Einen wird heutzutage kaum noch ein Pferd wirklich artgerecht gehalten und weiterhin hat sich das Anforderungsprofil geändert das Pferd ist heutzutage Sport- und Freizeitpartner. Besonders im Wettkampf und Turniersport reicht eine zuchtbedingt gute Veranlagung des Pferdes nicht mehr aus um die erwarteten Leistungen bei maximaler Gesunderhaltung zu bringen. Der Nähr-, Vitamin- und Mineralstoffbedarf bei Höchstleistungen kann nur durch eine ausgewogene Fütterung gewährleistet werden Heu, Getreide und etwas Saftfutter können diesen Bedarf nicht allein decken.

Nahrungsergänzungsmittel für Pferde gibt es in verschiedenen Zusammensetzungen und können individuell auf den jeweiligen Bedarf abgestimmt werden.


Gründe für die Fütterung von Ergänzungsfuttermitteln

  • Vorbeugung von Mangelerscheinungen des Pferdes
  • Unterstützung während einer Rekonvaleszenzphase
  • Unterstützung bei Krankheiten wie Mauke oder Sommerekzem
  • Tragende oder säugende Stuten, Fohlen sowie alte Pferde haben einen veränderten Bedarf an Mineral- und Zusatzstoffen
  • Sportpferde bzw. hart arbeitende Pferde benötigen oftmals eine Zufütterung um eine optimale Versorgung der Muskulatur, Sehnen, Bänder, Stoffwechselprozesse und Nerven zu gewährleisten


Was sollte bei der Fütterung von Ergänzungsfuttermittel für Pferde beachtet werden?

In den wenigsten Ställen wird Futter tatsächlich genau abgewogen, vielmehr erfolgt die Futtervergabe nach recht grober Schätzung. Leider kann so keine diffizile Abdeckung des individuellen Zusatzfuttermittel-Bedarfes gewährleistet werden. Heutzutage sind Nahrungsergänzungsmittel für Pferde hervorragend dosierbar und optimal auf den individuellen Bedarf abstimmbar. Die geforderte Leistung oder auch Gesunderhaltung kann nur gewährleistet werden, wenn das Pferd ausreichend mit Vitaminen, Spurenelementen, Aminosäuren und Mineralstoffen versorgt ist.

Ergänzungsfuttermittel müssen in den meisten Fällen nicht durchgängig gefüttert werden. Die Zugabe erfolgt nur, wenn ein bestimmter Mangel bzw. erhöhter Bedarf besteht und dieser nicht über die Fütterung von Rau- und Kraftfutter ausgeglichen werden kann.


Umstellung auf Ergänzungsfutter

Die Fütterung von Ergänzungsfuttermittel sollte langsam aufgebaut und mit kleinen Fütterungsmengen gestartet werden. Idealerweise sollte möglichst nur ein Zusatzfuttermittel in die neue Futterzusammenstellung integriert werden, damit sich der Pferdeorganismus in Ruhe an das neue Futter gewöhnen kann. Grundsätzlich sollte bei Pferden eine plötzliche Futterumstellung vermieden werden. Sollte das Pferd das Ergänzungsfutter auch nach einigen Tagen noch nicht fressen, ist es ratsam auf ein anderes, analoges Produkt umzusteigen. Nach der Umstellung auf das Ergänzungsfuttermittel muss das Pferd in den folgenden Wochen unbedingt beobachtet werden um etwaige Nebenwirkungen des Nährungsergänzungsfutters rechtzeitig feststellen zu können.