4.7 / 5   8730 Shopbewertungen
Krämer Pferdesport

Pferdefutter & Ergänzungsfutter

Vorneweg ist zu sagen, dass es nicht die eine richtige Art der Pferdefütterung gibt. Nicht jedes Pferd ist gleich und nahezu jedes Pferd hat seine eigene und teilweise ziemlich konkrete Vorstellung davon, was ihm schmeckt und wo es fütterungstechnisch Bedarf hat. Die Wahl des richtigen Pferdefutters gestaltet sich für jedes Tier individuell. Wer sein Pferd aufmerksam beobachtet, lernt schnell was und wie gefüttert werden muss, damit das Pferd gesund, fit und schlank bleibt.

Angegebene Fütterungsempfehlungen können den Einzelfall nicht ermessen und abdecken. Unterschiedliche Stoffwechselaktivitäten und Grundumsätze, Krankheit oder Alter können von den Futtermittel-Herstellern nur schwer erfasst werden auch hier ist aufmerksames Beobachten des Tieres gefragt. Wir empfehlen nach Futterstand zu füttern und nicht nach Pferdekilogramm Mengenangaben sollten lediglich als Anhaltspunkt dienen.


Das richtige Futter ist für das Wohlbefinden ihres Pferdes von essentieller Bedeutung. Jedes Pferdefutter sollte jedoch folgende Grundbestandteile enthalten: Raufutter, Kraftfutter, Mineralfutter und Futterergänzungsmittel.

Unser Pferdefutter-Sortiment setzt sich aus erlesenen Pferdemüsli- und Pferdefuttersorten zusammen und kann nach Bedarf mit Ergänzungsfuttermitteln vervollständigt werden. Die beinhalteten Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente bieten eine individuelle und bedarfsgerechte Versorgung der verschiedenen Rassen, abgestimmt auf die jeweilige reiterliche Arbeitsbelastung oder auch diverse Problematiken.

Einigen Pferden bekommt eine getreidefreie Pferdefütterung besser. Daher beinhaltet unser Sortiment auch getreidereduziertes und getreidefreies, eiweisshaltiges Kraftfutter für Pferde.


Die Pferdefutterarten

Da einige Pferde ihren Energiebedarf mit dem alleinigen Fressen von Raufutter nicht mehr abdecken können, wird Kraftfutter zugefüttert. Insbesondere für arbeitende Pferde ist diese Zufütterung von großer Bedeutung. Ergänzungsfuttermittel gibt es in unterschiedlichen Zusammensetzungen, da diese auf den individuellen Bedarf in Abhängigkeit der jeweiligen Belastungen und Umstände abgestimmt sind. Ergänzungsfuttermittel sollten bei Krankheiten, zur Rekonvaleszenz oder zum Ausgleich von Mangelerscheinungen gefüttert werden. Auch bei alten Pferden, laktierenden oder tragenden Stuten und Sportpferden, macht die Zufütterung von Ergänzungsfuttermittel häufig Sinn.


  • Raufutter: Heu und Stroh bilden die Basis von Raufutter. Heu gilt als Grundfutter, da der Rohfaserbedarf eines Pferdes zwischen 2 und 3kg/Tag liegt. Die Versorgung mit lebenswichtiger Rohfaser erfolgt vorwiegend über die Fütterung von Heu und Gras. Der Rohfasergehalt von Heu liegt bei 25-30%, d.h. ein 600kg schweres Warmblut nimmt bei der Fütterung einer täglichen Heumenge von 7-9kg knapp 1,5 bis 2,7kg Rohfaser auf. Raufutter sollte mengenmäßig stets den größten Teil der Futterration ausmachen.
  • Kraftfutter umfasst Hafer, Mais, Gerste, Rübenschnitzel, Weizenkleie, Futterbohnen, Sojaschrot und alle Sorten von Müslis. Aufgrund des geringen Rohfaser- und hohen Glutenanteils sind Roggen und Weizen aufgrund des erhöhten Verkleisterungsrisikos im Magen weniger gut geeignet.

    Zu Müsli verarbeitetes oder zu Pellets gepresstes Kraftfutter kann sowohl als Zusatzfutter als auch als Alleinfutter (statt Hafer) gegeben werden und ist mit wichtigen Vitaminen und Mineralien angereichert.

  • Mash ist eine magenschonende Mischung aus Weizenkleie, Quetschhafer, Leinsamenschrot uvm. Fertige Mash-Mischungen werden meist nur mit heißem Wasser vermischt, bis ein dicker, lauwarmer Brei entsteht. Mash wird vornehmlich an kranke und schwache Pferde, Pferde im Fellwechsel, laktierende Stuten oder auch bei starker Belastung wie in der Jagd- oder Turniersaison verfüttert.
  • Saftfutter setzt sich aus Gras, frischen Kräutern, Silage, Karotten, Rüben, Klee, Äpfel, Birnen, Bananen uvm.zusammen - da es im Vergleich zu Heu einen relativ hohen Wassergehalt hat. Saftfutter ist reich an wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen, sollte jedoch nicht überfüttert werden. Die Kunst liegt darin, die richtige Dosierung zu finden. Besonders gesund ist u.a. Rote Beete das darin enthaltene Betanin unterstützt die Zell- und Gefäßfunktion und das Immunsystem des Pferdes.

  • Grundregeln der Pferdefütterung

    Folgende Grundregeln wenn es um Pferdefütterung geht, sollten beachtet werden:


    • Regelmäßig kleine Portionen füttern

      Da Pferde in der freien Natur oftmals viele Kilometer zurücklegen und über den Tag verteilt fressen, ist ihr Verdauungssystem nicht für wenige große Futtermengen ausgelegt. Die Gesamtfuttermenge sollte in mehrere kleine Portionen aufgeteilt und über den Tag hinweg gefüttert werden.

      Freilebende Pferde legen keine Fresspausen ein, die eine Zeitspanne von ca. 2h überdauern. Ein Pferd, das 4h keine Nahrung zu sich nehmen kann, leidet unter schweren Hungerkontraktionen des Magens.

    • Feste Fütterungszeiten

      Grundsätzlich sollte das Pferd nicht direkt vor oder nach dem Reiten gefüttert werden. Idealerweise sollte stets im gleichen Zeitraum gefüttert werden, da sich das Kolikrisiko bei einer gleichbleibenden und regelmäßig erfolgenden Belastung durch Futtervergabe minimiert. Der Stoffwechsel des Pferdes passt sich dem Fütterungsrhythmus an.

    • Heu vor Kraftfutter füttern

      Erfolgt die Vergabe von Heu etwa eine halbe Stunde vor der eigentlichen Kraftfutterfütterung, kann dem gierigen Herunterschlingen des Kraftfutters in vielen Fällen entgegengewirkt werden.

    • Langsame Futterumstellung

      Eine Umstellung in der Pferdefütterung sollte immer langsam erfolgen (10-14 Tage), damit sich das Verdauungssystem des Pferdes der veränderten Fütterung anpassen kann. Eine Futterumstellung bezieht sich nicht allein auf Kraftfutter, sondern schließt auch andersartig zusammengesetztes Heu und Ergänzungsfutter mit ein.

    • Sauberkeit und Ruhe

      Pferde sollten in Ruhe fressen dürfen, damit sie sorgfältig kauen und kein unnötiges Kolikrisiko entsteht. Weiterhin sollten Tröge und Futtereimer sauber gehalten werden um Verunreinigungen und Verschmutzung sowie das damit einhergehende bakterielle Infektionsrisiko zu minimieren.

    • Kein Masttier-Futter für Pferde

      Pferde sollten niemals mit Rinder-, Schaf-, oder Schweinefutter versorgt werden. Diese auf Mast ausgelegten Futtermittel sind oftmals mit wachstumsfördernden Substanzen angereichert, die auf den Pferdeorganismus toxisch wirken.


    Pferdefutter richtig lagern

    Sowohl Raufutter als auch Kraftfutter müssen unbedingt korrekt gelagert werden, damit sie frei von bakteriellen Verunreinigungen und Schimmel bleiben.

    Meistens wird das Pferdefutter sowie Ergänzungsfuttermittel direkt im Stall gelagert - hier sollte darauf geachtet werden, dass der Lagerplatz trocken und vor Feuchtikeit geschützt ist. Vor starken Temperaturschwankungen und direkter Sonneneinstrahlung geschützt, werden wertvolle Spurenelemente und Vitamine des Pferdefutters erhalten.

    Weiterhin sollte das Futter für Pferde niemals offen gelagert werden, um es vor Staub, Dreck und Tierkot (Mäuse, Ratten, Katzen, Marder,...) zu schützen.

    Bewährt für die Lagerung von Kraftfutter hat sich die Verwendung stabiler Plastik-Futtertonnen mit verschließbarem Deckel.

Pferdefutter & Ergänzungsfutter