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Krämer Pferdesport

Stiefelpflege

Das hochwertige Leder der Reitstiefel ist nicht so unempfindlich wie das PVC der verbreiteten Gummi-Reitstiefel und bedarf regelmäßiger Pflege. Qualitativ hochwertige Lederreitstiefel sind bei guter Pflege sehr lange haltbar und bewahren ihre exklusive Optik. Idealerweise sollten die Reitstiefel regelmäßig mit einer guten Schuhcreme gepflegt werden. Dies gewährleistet, dass das Leder stets von einer Hartwachs-Schicht geschützt ist und sowohl Feuchtigkeit als auch Schmutz abweisen kann. Weiterhin ist die Hartwachsschicht atmungsaktiv und die Lederreitstiefel können gut abtrocknen.

Obwohl Leder verhältnismäßig robust ist, sollten Leder-Reitstiefel nur bedingt - besser gar nicht zur Stallarbeit getragen werden. Das im Urin enthaltene Ammoniak, Pferdeschweiß, feuchter Mist und Jauche können das wertvolle Leder auf Dauer auslaugen und schädigen.


Wie werden Leder-Reitstiefel richtig gepflegt?

Da sich äußere Einflüsse sehr stark auf die Lebensdauer der Reitstiefel auswirken, ist die regelmäßige und sachgerechte Pflege unerlässlich. Die Stiefel sollten stets mit einer schützenden Hartwachschicht (Schuhcreme) bedeckt sein - solange diese intakt ist, bedarf es keiner weiteren Behandlung. Stärkere Verschmutzungen sollten jedoch stets mit einem feuchten Tuch entfernt werden, da sie das Material verkratzen, verhärten und letztlich porös machen. Werden die Reitstiefel nicht von gröberen Verschmutzungen und ammoniakhaltigen Verunreinigungen wie Mist befreit, reduziert sich der Gebrauchswert der Stiefel erheblich. Bitte beachten Sie, keine harten Bürsten zur Reinigung zu verwenden, da diese das Leder verkratzen können.


Sattelseife: Entfernen gröberer Verschmutzungen

Sattelseife eignet sich ideal um groben Dreck zu entfernen. Da harte Seife häufig weiße Schlieren auf dem Leder hinterlässt, eignet sich zur Pflege eines Lederreitstiefels auch flüssige Sattelseife sehr gut. Flüssige Sattelseife lässt sich gut dosieren und besitzt zudem eine rückfettende Wirkung, was die zusätzliche Behandlung mit fettendem Leder-Pflegemittel nur noch selten nötig macht.


In jedem Fall sollte man auf aggressive Haushaltsreiniger verzichten, da diese das Leder angreifen, geschmeidig machendes Fett entziehen und es in der Folge porös werden lassen.


Sonderfall Lederöl

Lederöl findet in der Regel ausschließlich dann Anwendung, wenn der Lederreitstiefel eingelagert werden soll, das Material bereits ausgesprochen brüchig und trocken ist oder der Stiefel restauriert wird. Wird häufig mit Lederöl gearbeitet, quillt das Leder auf.

Bitte berücksichtigen Sie, dass frisch mit Lederöl oder -fett gepflegte Stiefel auf das Pferd abfärben können.


Geeignete Schuh-Pflegemittel

Pflegemittel sollten sanft in einer dünnen Schicht auf den sachgerecht gereinigten Stiefel mit einem feinen Tuch aufgetragen und einmassiert werden. Die Schuhcreme sollte einpoliert werden und nicht eintrocknen. Weiterhin bietet sich an, auf Schuhcremes im selben Farbton des Lederreitstiefels zurückzugreifen.

Kiwi Schuhcreme bspw. sorgt sowohl für Glanz als auch für wasserabweisende Materialeigenschaften. Dieser Effekt kann durch die zusätzliche Behandlung mit Imprägnierspray, welches als zusätzlicher Nässeschutz auch auf der Sohle aufgebracht werden kann, verstärkt werden.


Weitere Tipps zur Reitstiefel-Pflege

  • Stiefelknechte: Stiefelknechte schonen den Reitstiefel im Bereich des Fersenbereichs. Der Stiefelhaken sollte nicht zu tief angesetzt werden, da sonst der Absatz abreißen kann.
  • Trocknungszeiten: Während des Tragens vermögen Lederreitstiefel bis zu 200ml Schweiß aufzunehmen dem Leder sollte folglich eine Trocknungszeit an einem belüfteten Ort von mindestens 14h ermöglicht werden. Ungeeignet ist das trocknen vor einem Heizkörper oder auch unter starker Sonneneinstrahlung, da die starke Wärme dem Leder sowohl Fett als auch Gerbsäure entzieht.

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