Fell- und Mähnenpflege des Pferd

Die regelmäßige Pflege von Fell und Mähne von Pferden ist wichtig für die Gesunderhaltung von Haut und Haaren. Doch warum ist die Fell- und Mähnenpflege so wichtig, wenn Pferde in freier Wildbahn auch ohne Striegel, Hufkratzer und Mähnenkamm auskommen?

Haflinger

Warum ist die Fellpflege beim Pferd so wichtig?

Die Fell- und Mähnenpflege ist nicht nur bei unseren Hauspferden wichtig. Auch Wildpferde putzen und pflegen sich gegenseitig. Die gegenseitige Fellpflege wird als echter Freundschaftsdienst unter Pferden verstanden – daher trägt das Putzen des Pferdes zur Bindung zwischen dem Pferd und seinem Besitzer bei. Weitere Gründe, warum weshalb Sie die Fellpflege beim Pferd nicht stiefmütterlich behandeln sollten, sind folgende:

  • Scheuerstellen unter dem Reitzubehör entstehen meist durch verklebtes und verschmutztes Fell
  • Verletzungen, Befall von Parasiten oder Hauterkrankungen werden durch die tägliche Pflegeroutine schneller identifiziert
  • Die massierenden Bewegungen von Bürste, Striegel & Co. gefallen den meisten Pferden, außerdem wird dadurch die Durchblutung angeregt und Muskelpartien werden sanft gelockert.
  • Während des Fellwechsels verlieren Pferde eine große Menge an Haaren, was in der Übergangszeit auch starken Juckreiz verursacht und eine große nervliche Belastung für das Pferd darstellt.

Übertreiben Sie es nicht mit der Fell- und Mähnenpflege Ihres Vierbeiners. Ein zu häufiges, intensives Putzen und verwenden von ungeeigneten Pflegemitteln kann den natürlichen Säureschutzmantel der Haut und den Fettfilm der Haare beschädigen. Damit öffnen Sie die Tore für Bakterien, Erreger oder schädliche Substanzen. Sofern das Pferd nicht gearbeitet wird und kein Sattel, Trense etc. angelegt werden, können eingetrocknete Schichten aus Matsch und Staub besonders im Sommer getrost auf dem Pferd verbleiben. Dies verleiht dem Pferd einen natürlichen Insekten- und Sonnenschutz.

Unser Tipp:

Achten Sie insbesondere bei empfindlichen Pferden bei der Auswahl von Pferdeshampoos darauf, dass das Produkt pH-neutral ist und möglichst wenige Zusatz- und Duftstoffe enthält.

Putzkasten und Putztasche mit Inhalt

Was gehört in eine Putzbox für Pferde?

Eine vollständig ausgestattete Putzbox gehört zu jeder Grundausstattung des Pferdes. Putzutensilien, wie ein Striegel, eine Kardätsche und verschiedene Arten von Bürsten sind für die Fell- und Mähnenpflege des Pferdes unabdingbar.

Nur so können Sie das Pferd vor Hautirritationen, Parasiten und Scheuerstellen durch verstaubtes Fell in der Sattellage schützen.

In diesem Ratgeber geben wir Ihnen eine Checkliste, was in der Putzbox Ihres Pferdes auf gar keinen Fall fehlen darf.

Wie putze ich mein Pferd?

Nachdem Sie die Putzbox mit allen notwendigen Putzutensilien ausgestattet haben, können Sie mit der Fell- und Mähnenpflege Ihres Pferdes beginnen. Dabei kann die Vorgehensweise vom Verschmutzungsgrad abhängen und von Pferd zu Pferd unterschiedlich sein. Bei einem völlig verschlammten Pferd beginnen Sie mit anderen Schritten als bei einem Pferd, das sich zuvor nicht gewälzt hat.

Eine gewisse Putzroutine hilft Ihnen dabei, keine wichtigen Schritte auszulassen bzw. mit einer festgelegten Reihenfolge für die Pflege von Fell, Mähne, Schweif und Hufen bringen Sie Ihr Pferd auf Hochglanz.

Wie Sie vom Dreckspatz zum glänzenden Pferd kommen, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Mähnenpflege
Pferd wird gewaschen

Wie wasche ich mein Pferd?

Ein Pferd zu duschen kann verschiedene Gründe haben. Entweder ist es ein heißer Sommertag und Sie möchten Ihrem Pferd etwas Abkühlung verschaffen. Oder Ihr Pferd hat nach dem Reiten geschwitzt und Sie möchten es nun vom Schweiß befreien.

Um den natürlichen Schutzfilm der Haut und der Fellhaare des Pferdes nicht zu zerstören, darf ein Pferd nicht zu häufig gewaschen werden. Außerdem sollten Sie einige wichtige Dinge beim Duschen des Pferdes beachten, um es keiner Kolik oder Erkältung auszusetzen.

Egal, ob Sie Ihren Vierbeiner auf Hochglanz fürs Turnier bringen oder die empfindliche Haut Ihres Ekzemers behandeln möchten – in diesem Ratgeber geben wir Ihnen Tipps für die korrekte Pferdewäsche.

Fellwechsel beim Pferd

Zwei Mal im Jahr durchlebt das Pferd einen Fellwechsel, der seinem Stoffwechsel einiges abverlangt. Neben einer angepassten Fütterung können Sie Ihr Pferd auch von außen beim Haarwechsel unterstützen. Denn nicht selten ist das Verlieren der Haare der vergangenen Saison mit erheblichem Juckreiz verbunden. Außerdem kann entsprechendes Massieren und Striegeln den Fellwechsel des Pferdes erleichtern.

Doch der Fellwechsel des Pferdes beginnt nicht erst, wenn die ersten Haare ausfallen.

In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen, mit welchen Putzutensilien Sie Ihr Pferd beim Fellwechsel unterstützen können.

Fell wird mittels Schweißmesser abgezogen
Verschiedene Schermaschinen

Schermuster beim Pferd

Pferde, die auch im Winter im Training stehen, kommen nicht nur durch die Arbeit ordentlich ins Schwitzen. Gerade das dicke Winterfell kann dem schwitzenden Pferd ordentlich zu schaffen machen. Das Risiko für eine Erkältung oder einen Infekt steigt bei einem regelmäßig schwitzenden Pferdes mit dickem Winterfell massiv an. Daher bietet es sich an, bei einigen Pferden das Fell zu scheren.

Aber Vorsicht: Nicht für alle Pferde ist eine Schur geeignet!

Wir zeigen Ihnen, für welche Pferde sich welches Schermuster eignet und geben Ihnen wertvolle Tipps für den Vorgang des Scherens.