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Leder-Reitstiefel

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Ratgeber Reitstiefel

1. Welche Vorteile bieten Reitstiefel?


Aufgrund ihrer vielzähligen positiven Eigenschaften wie verbesserter Grip am Sattelblatt sowie Stabilität und Schutz der Beine, sind Reitstiefel oder auch Reitschuhe in Kombination mit Reitchaps bzw. Reitletten, für die meisten Reiter ein Must-Have. Die Wahl der passenden Reitstiefel trägt sowohl zum täglichen Wohlbefinden beim Reiten und der Stallarbeit als auch zur persönlichen Sicherheit bei. Reitstiefel bieten weiterhin einen gewissen Schutz bei Schlägen oder Stürzen und wenn es im Gelände mal querfeldein durch Gestrüpp und Gehölz geht.

Besonders in der Dressurreiterei wird häufig argumentiert, dass Reitstiefel dem Reiter ein ruhigeres Bein ermöglichen. Dressurstiefel sind an der Außenseite extra versteift um eine stabilere Lage des Unterschenkels am Pferd zu ermöglichen und das Bein optisch länger erscheinen zu lassen.

Für Kinder haben sich vor allem Gummireitstiefel bewährt, da diese unempfindlicher und einfacher zu reinigen sind. Auch der günstigere Preis spielt besonders bei Kindern, die doch recht schnell aus ihrer Reitausrüstung herauswachsen, eine kaufentscheidende Rolle.

Für den professionellen Einsatz und im Turniersport ist der traditionelle Lederreitstiefel unverzichtbar. Auch für Freizeit- und Geländereiter eignen sich insbesondere Lederreitstiefel, da bei diesen Modellen hoher Komfort und Robustheit im Vordergrund stehen.

 

2. Welche Reitstiefel eignen sich im Winter?


Viele Reitstiefel sind auch in gefütterten Varianten erhältlich. Ausritte und Stallarbeit an richtig eisigen Wintertagen können mit mollig warmen Winterreitstiefeln wohl am meisten genossen werden. Viele dieser Stiefel sind für die Dressurarbeit jedoch nur noch bedingt geeignet, da das dicke Futter den feinen Kontakt zum Pferd beeinträchtigt. Im Gegenzug überzeugen sie durch flauschig weiches Tragegefühl und hervorragende Wärmeleistung. Das Außenmaterial der Winterreitstiefel ist zumeist wasserdicht und robust.

Eine weniger robuste, aber turnier- und arbeitstaugliche Variante stellen bspw. lammfellgefütterte Lederreitstiefel dar. Diese sind nicht ganz so dick wie die Thermoreitstiefel, geben aber trotzdem noch angenehm warm in der kalten Reithalle.

 

 

 

 

 

 

 

3. Was muss beim Kauf eines Reitstiefels beachtet werden?


Beim Reitstiefel-Kauf sollten Tragekomfort, Schutz und Zweckmäßigkeit die Argumentationsgrundlage bilden. Reiten Sie viel, regelmäßig und intensiv; besitzen Sie zudem auch Turnierambitionen? Dann sollten Sie Reitstiefel aus Leder bevorzugen. Die große Auswahl umfasst verschiedene Formen, Materialien, Farben und Funktionen.

 

3.1 Maße

Wichtige Maße beim Stiefelkauf sind Schuhgröße, Wadenweite und Höhe. Die Kombination dieser Werte ergibt, welche Größe der Reitstiefel haben muss. Der Wadenumfang wird an der breitesten Stelle der Wade gemessen, wohingegen das Maß für die Schafthöhe om Boden aus bis zum Kniespalt genommen wird.

 

3.2 Zweck

Das jeweilige Reitstiefel-Modell sollte in Abhängigkeit vom jeweiligen Einsatzzweck gewählt werden. Dressurstiefel, wie der Reitstiefel Milano von Felix Bühler sind aufgrund des ausgeprägten Dressurbogens oftmals höher geschnitten und etwas steifer als bspw. Springstiefel. Die niedrigeren Springstiefel ermöglichen ein leichteres Anwinkeln des Beins und eignen sich somit auch besser für Freizeitreiter, die sich nicht explizit auf eine Reitsport-Disziplin spezialisiert haben. Ein tolles Allround-Modell, dass sich auch gut für Einstieger eignet, ist der Eco Rider von STEEDS.

 

3.3 Material

Lederreitstiefel bestehen zumeist aus robustem und verhältnismäßig steifem Rindsleder. Feineres und weicheres Leder bieten Reitstiefel aus Kalbsleder – der Preis liegt hier jedoch deutlich höher.

 

3.4 Reißverschluss Ja oder Nein

Ein eindeutiger Vorteil von Reißverschlüssen ist das vereinfachte An- und Ausziehen der Reitstiefel. Der Reißverschluss kann entweder an der Schaftseite, wie beim STEEDS Reitstiefel Rancher oder rückseitig wie bei dem Spitzenmodell Milano von Felix Bühler integriert sein. Ist der RV hinten angebracht, reicht er allerdings nur bis zur Fersenkappe, d.h. für Reiter mit hohem Spann ist der Einstieg schwieriger als bei komplett durchlaufendem seitlichen Einstieg.

 

3.5 Passform

In jedem Fall sollten Sie Ihren Traumstiefel anprobieren. Wichtig ist, dass die Anprobe von Anfang an mit einem gute Tragegefühl im Stiefel einhergeht und dass dieser weder zu eng noch so weit ist, dass er keinen Halt mehr gibt. Bei Lederreitstiefeln sollte berücksichtigt werden, dass das Leder eingetragen werden muss und erst mit der Zeit weicher und geschmeidiger wird.

Bitte achten Sie zu Beginn verstärkt auf potenzielle Druckstellen anstatt auf Bequemlichkeit. Schmerzen, die sich bereits beim Anprobieren andeuten, können meist auch im Nachhinein während der Einlauf-Phase nicht mehr ausgeglichen werden. Bezüglich der Schaftweite lässt sich generell sagen, dass man seitlich mit Mühe eine flache Hand hineinschieben können sollte. Kommt zu viel Druck auf die Wade, geht das Gefühl für die Einwirkung am Pferdebauch verloren, da die Rezeptoren externen Druck adaptieren.

 

3.6 Anprobe

In unseren Filialen haben Sie die Möglichkeit, die Stiefel auf Sattelböcken einmal ‚probezureiten‘. Neben Reithosen können Sie hier auch den Sitz der Reitstiefel in unterschiedlicher Haltung probieren. Besonders für den guten Sitz der Fersenpartie empfehlen wir diesen Service zu nutzen. Generell empfiehlt es sich, Schuhe abends anzuprobieren, da die Füße dann etwas geschwollen sind und die Gefahr, den Reitstiefel zu klein zu kaufen reduziert wird. Weiterhin sollte bedacht werden, dass bereits in der kalten Übergangszeit gelegentlich dicke Socken angezogen werden – am Fuß sollte folglich ausreichend Platz gelassen werden.